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Von ungelesenen Büchern

Bei uns wird ja schon immer recht viel gelesen. Ich lese sehr gerne, auch wenn es zur Zeit nicht so schnell voran geht, wie ich es gerne hätte. Aber auch das Fräulein liest viel und gern.
Erst gestern hat sie wieder ein Buch beendet und mir freudestrahlend alles ganz genau bis ins kleinste Detail erzählt, was in ihrer Geschichte passiert ist. Da es auch noch ein Buch für den Lesesommer war, haben wir direkt die Bewertungskarte ausgefüllt.
Man glaubt es kaum, aber das Kind hat, seit es Bücher liest, schon mehr als 40 Bücher gelesen. Und das in 3 1/2 Monaten. Da ich hier regelmäßig für neuen Lesestoff sorgen muss, hat selbst sie mit ihren 6 Jahren schon einen Stapel ungelesener Bücher. Und der sieht in etwa so aus.

Es sind alles Bücher für Erstleser bzw. Leseanfänger mit großer Schrift. Wobei das Fräulein mittlerweile wirklich schon ganz klar sagt, dass sie die ganz großen Buchstaben gar nicht mehr will. Sie kann schon die mittleren, also Lesestufe 2, lesen ;) Zum Glück wird sie in einigen Tagen eingeschult. Wer weiß, wie viel Zeit dann noch zum Lesen bleibt.

Ich habe ja auch viele viele ungelesene Bücher. Heute morgen habe ich ernsthaft überlegt eine Liste mit den Titeln zu erstellen. Aber ich konnte mich noch nicht dazu aufraffen. Wenn ich einen Blick in meine Bücherregale wage, dann habe ich eigentlich wenige ungelesene Bücher dort stehen. Es dürften so etwa 20 sein.


Die Bücherberge haben sich ganz gut versteckt. Was auf den ersten Blick gar nicht so offensichtlich scheint, sieht auf den zweiten Blick dann doch erschreckend aus. Allein auf meinem Kindle dürften sich Unmengen (!), wirklich unglaubliche Mengen an eBooks finden, die ja eigentlich irgendwann noch mal gelesen werden wollen. Ich habe es ja schon mal erwähnt, dass ich im Sommer am liebsten auf meinem Kindle lese und im Winter dann die gedruckten Bücher bevorzuge.


Wer weiß, vielleicht ist mir in der letzten Ferienwoche doch noch mal sehr langweilig, dass ich alle Bücher auflisten werde. Wir werden sehen.

Schlimm ist dann immer, wenn man ein neues Buch auswählen soll. Da weiß ich dann oft gar nicht, was ich als nächstes lesen soll, denn ich habe entweder Lust auf vieles, oder aber finde, trotz der Mengen, überhaupt nichts passendes.

Wie sieht es bei euch mit ungelesenen Büchern aus? Ab welchem Alter hat sich bei euch ein SuB angehäuft? Wie groß ist er heute? Und was war euer Höchststand?



[Kinderrezi] Der kleine Drache will nicht zur Schule



Vorneweg ganz kurz: die folgenden zwei Absätze hat das Fräulein (6 Jahre alt) diktiert. 

Das passiert
Der Drache übt Feuerspeien und alle erschrecken sich vor ihm. Beim Ausruhen sieht er ein Schiff und will auch mal über das Meer fahren. Fuega stellt sich vor, dass sie ein Piratendrache wäre. Sie baut sich ein Schiff aus einer Kiste. Die Ohren sollen die Segel sein und der Schwanz das Ruder. Der Wind ist irgendwann weg und Fuega lässt sich von Robben anschieben. Dann prallt er gegen einen Wal und wird von ihm verschluckt. Im Maul vom Wal speit Fuega Feuer und der Wal muss plötzlich husten und spuckt den kleinen Drachen aus. Fuega ist sehr erschöpft und fliegt nach Hause. Am Strand wartet ihre Mutter, die sich große Sorgen gemacht hat. Am Ende freut Fuega sich sehr auf die Schule.

Das sagt das Fräulein Wundertoll
Ich habe das Buch ganz schnell durchgelesen, denn es war wirklich toll. Am besten hat mir die Stelle gefallen, als Fuega in einer Kiste auf dem Meer gesegelt ist. Das möchte ich auch unbedingt mal machen. Die Geschichte ist sehr lustig, denn ich musste oft beim Lesen lachen. Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen, denn Fuega hat gemerkt, dass man immer Bescheid sagen muss, wo man ist, weil sonst macht die Mama sich Sorgen.

Das sagt Frau Wundertoll
Ein sehr niedliches Kinderbuch. Endlich mal ein Drache, der ein Mädchen ist. Ich kann diese Tiptoi Lesebücher für Leseanfänger übrigens voll und ganz empfehlen. Das Fräulein hat das Buch zwar ganz alleine gelesen, aber es gibt eben auch die Option es sich vorlesen zu lassen, mitzulesen oder ganz tolle Leserätsel zu machen. So ist ein Buch auch immer wieder spannend und steht nicht nach nur einmal lesen als Staubfänger im Regal. Übrigens auch ein tolles Geschenk zum Schulanfang.


Titel Der kleine Drache will nicht zur Schule
Autor Inge Meyer-Dietrich, Almud Kunert
Seiten 43
Verlag Ravensburger
ISBN 9783473385928
Preis 12,99 €

Der Tiptoi Stift ist für da vollständige Nutzen notwendig!

Eine kleine Geschichte


Es war einmal ein Buch, das war kein gewöhnliches Buch. Nein. Es war das Buch, mit dem die damals noch kleine Frau Wundertoll lesen lernte. Sie liebte dieses Buch heiß und innig, konnte es irgendwann auswendig und es wurde ihr nie langweilig. Bis sie die ganzen anderen tollen Geschichten in den anderen Büchern entdeckte. Seit jeher ist kein Buch mehr sicher vor ihr. Doch nie wurde dieses eine, dieses erste selbst gelesene Buch vergessen. Es machte viele Umzüge mit und war dabei, wie Frau Wundertoll erwachsen wurde. Es wurde eigentlich gar nicht mehr angeguckt, doch das machte dem Buch nichts aus, denn es erinnerte sich immer daran, wie viel Freude es vor so vielen Jahren der kleinen Frau Wundertoll gemacht hatte, und freute sich daran.

Als Frau Wundertoll selbst Mutter einer Tochter wurde, zog das Buch in das Bücherregal des kleinen Fräuleins. Das Buch freute sich darauf, dass es vielleicht bald wieder hervor geholt werden würde und versuchte sich immer von seiner besten Seite zu präsentieren, wenn das kleine Fräulein vor ihrem viel zu vollen Bücherregal stand. Doch das Fräulein entschied sich immer für andere Bücher. Bücher, die viele Bilder in sich hatten. Bilder, die ganze Seiten einnahmen und nur sehr wenig Text hatten.
Doch eines Tages, es war im Frühling, da griff das kleine Fräulein das Buch und es freute sich unsagbar und war überglücklich, als das Kind die Seiten aufschlug. Da das Buch mittlerweile schon zu den älteren Büchern gehörte, sagte Frau Wundertoll zu ihrer Tochter, sie solle vorsichtig mit dem Buch umgehen, da sich hier und da schon einige Seiten lösten. Aber das sei überhaupt nicht schlimm, so lang man immer schön sorgsam mit dem Buch umginge.

Und so kam es, dass das Buch nach so langer Zeit endlich wieder in leuchtende Kinderaugen blicken konnte. Augen, die die Buchstaben nur so in sich auf sogen. Das Buch begleitete nun wieder ein Kind, dass sich allein aufmacht in die Welt der Bücher und Geschichten. Das Fräulein nahm das Buch fröhlich mit in den Kindergarten und las dort laut allen Kindern daraus vor. Das war ein ganz besonderes Erlebnis für das Buch, denn es freute sich, dass so viele Kinder seiner Geschichte zuhörten.
Heute steht das Buch wieder im Bücherregal des Fräuleins. Es wird gerne noch hervor geholt und auch nochmal darin gelesen. Doch das Fräulein findet mittlerweile gefallen an so vielen anderen Geschichten und kann gar nicht genug vom lesen bekommen, sodass das Buch sehr viel Gesellschaft im Bücherregal hat, während es auf das nächste Kind wartet, das es in die wundervolle Welt der Bücher begleiten kann.